AK Medien

Moderatoren: Prof. Dr. Armin Scholl (scholl(at)uni-muenster.de) und Dr. Simon Teune (teune(at)ztg.tu-berlin.de)

Der AK Medien widmet sich der Nutzung von Medien durch Protestakteure und der medialen Einbettung von Protesten und anderen Formen des Widerstands. Dabei legen wir einen breiten Medienbegriff zugrunde. Die Produktion widerständiger Bilder und Symbole fällt genauso in den Bereich des AKs wie die Mobilisierung über soziale Netzwerke oder die Darstellung von Protesten in Zeitungskommentaren. Aus verschiedenen disziplinären Perspektiven interessieren wir uns für Medienpraxen und -strategien, die Konzepte politische Öffentlichkeit und Mediatisierung, aber auch klassische Konzepte der Bewegungsforschung wie Framing, discursive opportunities, oder selection/description bias.

Der AK Medien ist offen für Interessierte. Wer sich dem AK anschliessen möchte, wendet sich an die Moderatoren oder trägt sich direkt in die Email-Liste ein.

Die Teilnehmer_innen des Arbeitskreises Medien trafen sich das erste Mal am 11. und 12. September 2015 bei der Tagung „Bridging and Bonding: Die Forschung zu Protest, Bewegung und Widerstand vernetzen“. Sie kommen aus vielen verschiedenen Disziplinen: Soziologie, Politikwissenschaft, Kommunikationswissenschaft, Medienwissenschaft, Theaterwissenschaft und Japanologie. Dementsprechend vielfältig waren die Themeninteressen, die als Basis für eine weitere Zusammenarbeit von Interesse sein können. Man kann sie zu folgenden Fragebündeln zusammenfassen:

  1. Verhältnis von Mainstream-Medien und Bewegungsmedien
  2. Bedeutung von Online-Medien für soziale Bewegungen bzw. in sozialen Bewegungen (auch in transnationaler Perspektive)
  3. Vermittlung von Protestereignissen: Medialisierung/Mediatisierung, Visualisierung
  4. Grundlegende Begriffsarbeit zu sozialen Bewegungen, Medien, Alternativmedien
  5. Mediennutzung durch Aktivist_innen in Konflikten

Als nächste Aktivität plant der Arbeitskreis am 26. und 27. Mai 2016 einen Workshop, in dem die Bedeutung grundlegender Begriffe wie „Bewegung“ und „Medium“ in der gegenwärtigen Medienkonstellation aus den unterschiedlichen Perspektiven diskutiert werden soll. Der Workshop sollte allerdings nicht als abstrakte Theoriediskussion organisiert werden, sondern als gegenstandsbezogener Austausch anhand von Beispielmaterial. Der Workshop sollte außerdem zweiteilig angelegt sein: als eine Selbstverständnisdebatte des Arbeitskreises und als Austausch mit Aktivist_innen und/oder Künstler_innen.

Als Format für gemeinsame Treffen wurden grundsätzlich verschiedene Andockmöglichkeiten diskutiert: im Kontext einer Fachversammlung (z.B. der Deutschen Gesellschaft für Soziologie oder der Deutschen Vereinigung für Politische Wissenschaft), bei Versammlungen freier Radios (z.B. Linke Medienakademie), bei der re:publica usw.